Erste kommerzielle Nutzung der Nordostpassage gelungen

Beluga-Mehrzweckfrachter machen alten Seefahrertraum wahr:  Mehrzweckfrachter sind flexible Alleskönner. Sie transportieren vom Kraftwerksgenerator bis zum Container nahezu alles. Multipurpose-Frachter sind verhältnismäßig klein und können so auch viele Häfen anlaufen, die den großen Tankern und Spezialfrachtern für Container und Schüttgut verwehrt bleiben. Häufig haben sie sogar eigene Kräne an Bord und sind so weitestgehend unabhängig von der Hafeninfrastruktur. Diese Faktoren machen die anpassungsfähigen Transporter zu Pionieren der logistischen Globalisierung, die immer wieder neue Transportziele anlaufen.
 
Der Bremer Reederei Beluga Shipping ist jetzt mit gleich zwei Schiffen ein Durchbruch bei der Erschließung neuer Frachtrouten gelungen. Erstmals haben zivile Handelsschiffe die sogenannte Nordostpassage, die an Kamtschatka und der Beringstraße vorbeiführt, in einer Saison durchqueren können...
Die beiden Frachter "Beluga Fraternity" und "Beluga Foresight" waren am 23. Juli 2009 im südkoreanischen Ulsan aufgebrochen und haben am 9. September 2009 den russischen Hafen Novyy Port erreicht. Die Seefahrer träumen schon lange von einer Nutzung der Nordostpassage, denn sie ist im Vergleich zur traditionellen Route durch den Suezkanal und das Mittelmeer etwa 6.100 Kilometer und damit rund ein Drittel kürzer. Bisher war ein Befahren jedoch nicht möglich, ohne mindestens einmal in einem Hafen zu überwintern. Im Zuge der Klimaerwärmung ist dieser Seeweg im Sommer nun jedoch weitgehend eisfrei.
 
Die beiden Beluga-Frachter wurden von zwei mit der Region vertrauten russischen Kapitänen geführt und waren bestens gewappnet gegen eventuelle Gefahren durch Packeis. Die hohe Eisklasse E3 schützte die Schiffe vor kleinerem Treibeis und das besonders kalte ostsibirische Meer konnte gemeinsam mit zwei russischen Eisbrechern erfolgreich durchfahren werden.
 
Nach dem Abladen der transportierten Kraftwerksteile werden die Schiffe über Murmansk weiter nach Rotterdam fahren. Eine Fahrt von Südkorea in die Niederlande ist so rund ein Drittel kürzer als die Südasienroute. Die Reederei spart dadurch zehn Reisetage und rund 200 Tonnen Treibstoff. Somit verringern sich die Kosten pro Fahrt um über 400.000 Euro.
 
Wir freuen uns über diese Nachrichten nicht nur für den Seehandel allgemein, sondern besonders, weil die Beschäftigungsperspektiven für Multipurpose-Frachter mit hoher Eisklasse dadurch noch positiver aussehen. Unsere Anleger profitieren davon, denn wachsender Bedarf bedeutet gute Charterraten. Derzeit können unsere Kunden sich über unser Kontor an der „Beluga Graduation“ beteiligen. Rufen Sie uns an!

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